Kreisverband Legasthenie Lüneburger Heide e.V.
Integrative Lerntherapie seit 1979


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Tipps für Erzieher/innen

Nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand wird Lesen- Schreiben- und Rechnenlernen als Entwicklungsprozess verstanden, der lange vor Eintritt des Kindes in die Schule beginnt. Bereits im Vorschulalter entwickeln die Kinder spezifische Basiskompetenzen bzw. Vorläuferfertigkeiten, die für das Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen fundamental sind. Nicht alle Kinder haben bis Schulbeginn die entsprechenden Vorläuferfertigkeiten in ausreichendem Maße entwickelt. Viele Kinder, die besondere Schwierigkeiten beim Erwerb des Lesens, Rechtschreibens und/oder Rechnens bekommen, haben oft schon vor Schulbeginn unzureichende Lernvoraussetzungen.

Ziel einer effektiven Früherkennung und Prävention ist es deshalb, bereits im Vorschulalter den Entwicklungsstand der Kinder im Hinblick auf jene spezifischen Vorläuferfertigkeiten zu erfassen, die für den Erwerb unserer Kulturtechniken erforderlich sind. Je eher diesen Frühwarnhinweisen nachgegangen wird, die auf spätere Lernschwierigkeiten hindeuten, umso günstiger ist die Prognose und je früher kann Hilfe einsetzen.

Mögliche Hinweise auf später auftretende schulische Lernstörungen:
Das Kind
– tobt lieber als zu malen oder zu basteln
– hat eine schlechte Feinmotorik (Schnürsenkel, Knöpfen, Schere, Besteck)
– lernt spät Roller- oder Fahrradfahren
– hat Schwierigkeiten mit dem Erkennen von Reimen
– hat kein Interesse an Buchstaben (z. B. eigener Name)

Unser folgendes Angebot richtet sich in erster Linie an Kindergärten sowie Kindertagesstätten und wird in der Regel in der Einrichtung durchgeführt. Auf Wunsch wird das Programm aber auch für einzelne Kinder in unserer Praxis angeboten.

 

Früherkennung

Wir bieten die Durchführung des Früherkennungsverfahrens „Bielefelder Screening“ an. Es wird etwa 10 Monate vor der Einschulung eingesetzt. Das Training erfolgt in Kleingruppen über 20 Wochen in täglichen Sitzungen und dauert jeweils ca. 20 Minuten. Nach Beendigung des Trainings, etwa 4 Monate vor Schulbeginn, wird mit den geförderten Kindern erneut das BISC durchgeführt, um den Erfolg der Maßnahme zu überprüfen.
Die Praxis zeigt, dass es immer wieder einzelne Kinder gibt, die auch nach dem 20-wöchigen Training noch weiter gefördert werden müssen. Diese Kinder sollten bis zum Schulanfang weiter unterstützt werden.

 

Bielefelder Screening

Das Früherkennungsverfahren „Bielefelder Screening“ (BISC) wurde 2002 an der Universität Bielefeld entwickelt und erprobt. Bereits im Kindergartenalter können damit Kinder genau in den Bereichen überprüft werden, die für einen späteren Lese- und Schreiberfolg wichtig sind. Ein Großteil der der Kinder, die später Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten entwickeln, können so bereits vor der Schule entdeckt und gefördert werden.

 

Würzburger Training „Hören – Lauschen – Lernen“

Die Kinder, bei denen spätere Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten wahrscheinlich sind, können an einem Trainingsprogramm teilnehmen, das ihnen das Lesen- und Schreibenlernen erleichtern soll. Das an der Uni Würzburg entwickelte Würzburger Training „Hören-Lauschen-Lernen“ vermittelt den Kindern auf kindgerechte, spielerische Weise einen Einblick in den Aufbau der gesprochenen Sprache und verschafft ihnen eine deutliche Erleichterung beim Lesen- und Schreibenlernen.

www.bielefelder-institut.de

 

Tipps für Lehrer/innen

Lehrer/innen sind wichtige Bezugspersonen für alle Kinder und Jugendlichen. Sie beeinflussen entscheidend deren schulische und persönliche Entwicklung. Ein Kind mit Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwierigkeiten ist ganz besonders auf das Verständnis seiner Lehrerin oder seines Lehrers angewiesen. Ihr wertvollster Förderbeitrag besteht darin, in der Klasse ein angstfreies Lernklima zu schaffen, damit das betroffene Kind den Mut zum Lernen und das Selbstvertrauen nicht verliert.

Schüler/innen mit Teilleistungsstörungen haben ein Recht darauf, entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen gefördert zu werden und die Hilfe zu bekommen, die sie benötigen. Dies gilt auch für die Anwendung des Nachteilsausgleichs.Hierbei handelt es sich um einen Rechtsanspruch des Kindes und nicht um einen Bonus.

Bitte seien Sie bereit zur Zusammenarbeit mit einer außerschulischen Lerntherapie. Vorausgesetzt, die Eltern haben eine Schweigepflichtsentbindung erteilt, wird sich der/die Lerntherapeut/in gern mit Ihnen über die individuelle Ausprägung der Lernprobleme Ihres Schülers oder Ihrer Schülerin unterhalten und Sie bei der Auswahl von Ausgleichsmaßnahmen im Unterricht unterstützen.

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