Kreisverband Legasthenie Lüneburger Heide e.V.
Integrative Lerntherapie seit 1979


Deutsch  ·  Englisch  ·  Rechnen

Besuchen Sie uns
auch auf facebook

Deutsch

Mögliche Hinweise auf eine Lese-Rechtschreibschwäche oder Legasthenie:
Das Kind

  • übt viel und macht dennoch viele Fehler im Diktat
  • liest sehr langsam und stockend
  • hat Stress mit Hausaufgaben in Deutsch
  • ist oft scheinbar grundlos traurig
  • hat häufig Kopf- oder Bauchweh oder schläft schlecht ein

Legasthenie ist eine so genannte Teilleistungsstörung. Dies bedeutet, dass der für das Lesen und Schreiben zuständige Teil des Gehirns in seiner Funktion gestört ist. Diese Störung ist angeboren und hat rein gar nichts mit Dummheit oder Faulheit zu tun. Vieles deutet darauf hin, dass Legasthenie vererbt wird.

Oft haben Legastheniker eine andere Sinneswahrnehmung. Aufgrund der andersartigen Vernetzung einiger Nervenzellen im Gehirn hören, sehen oder fühlen sie Dinge in ihrer Umgebung anders. So kann ein Kind mit einer visuellen Wahrnehmungsstörung Probleme in der Raumorientierung (oben/unten, rechts/links) haben. Dies hat Verwechslungen von b/d, p/q, ei/ie zur Folge. Manche Kinder mit einer auditiven Wahrnehmungsstörung können möglicherweise ähnlich klingende Anlaute nicht unterscheiden (Gabel/Kabel) oder den Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen nicht hören (Kamm/kam).

Legasthenie ist nicht heilbar, wächst sich nicht aus und „der Knoten platzt auch nicht von allein“. Eine gezielte, individuelle Lerntherapie ist nötig, damit das Kind Lesen und Rechtschreiben lernt. Der Humangenetiker Prof. Tiemo Grimm, selbst Legastheniker, sagt: „Man wird zwar immer Fehler machen, aber eben soweit lesen und schreiben lernen, dass die berufliche Laufbahn nicht gefährdet ist.“

Neben einem einfühlsamen Elternhaus brauchen diese Kinder sowohl professionelle Hilfe außerhalb der Schule als auch die Unterstützung in der Schule durch verständnisvolle Lehrkräfte und Nachteilsausgleich.

Ähnliche Symptome aber andere Ursachen hat dagegen die Lese-Rechtschreibschwäche (LRS). Hierbei handelt es sich um eine so genannte erworbene Schwäche, die vollständig behoben werden kann. Mögliche Ursachen können Schulwechsel, längere Erkrankung, emotionale Probleme (z. B. Tod oder Trennung in der Familie) oder eine Aufmerksamkeitsstörung wie AD(H)S sein. Auch diesen Kindern kann mit einer Lerntherapie geholfen werden.

7. März, 19.30 Uhr
LEGI-Elternforum
Thema: Diagnose AD(H)S - JoJo hilft
4. April, 19.30 Uhr
LEGI-Elternforum
Thema: Rechenschwäche und Dyskalkulie
13. April
Hilfe bei Wahrnehmungsstörungen
Nächster Diagnostiktermin des Bremer BlickLabors in Uelzen