Kreisverband Legasthenie Lüneburger Heide e.V.
Integrative Lerntherapie seit 1979


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Rechnen

Mögliche Hinweise auf eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie:
Das Kind

  • rechnet zählend und benutzt dabei Finger oder andere Hilfsmittel
  • kann Vorgänger und Nachfolger nicht benennen
  • hat Probleme beim Zehner- oder Hunderterübergang,
  • hat keine Vorstellung von Mengen, Zeit, Maßen und Längen, Gewichten

Kinder mit einer Rechenschwäche oder einer Rechenstörung (Dyskalkulie) haben meist große Schwierigkeiten, sich Zahlen und Mengen sowie Zeit- und Maßeinheiten vorzustellen. Sie zählen noch lange über den vorgesehenen Zeitraum hinaus mit den Fingern, wobei sie dies fast immer geschickt verbergen. Deshalb wird die Rechenstörung häufig erst um die dritte Klasse offensichtlich, wenn die Zahlenräume so groß werden, dass Ergebnisse nicht mehr an den Fingern abgezählt werden können. Jüngere Kinder mögen oft Spiele nicht, die das räumliche Vorstellungsvermögen beanspruchen (z. B. Memory) und haben häufig Probleme in der räumlichen und zeitlichen Orientierung. Vergleiche wie größer/kleiner, länger/kürzer, vorher/nachher fallen ihnen schwer. Was am Nachmittag zu Hause geübt wurde, scheint am nächsten Tag in der Schule wieder vergessen zu sein. Dies führt nicht selten dazu, dass die Lehrkraft den Willen oder die Intelligenz des Kindes anzweifelt. Wegen der ausbleibenden Erfolge ist das Kind entmutigt und vermeidet gern alles, was mit Rechnen oder Mathematik zu tun hat. Gut gemeinte, aber für alle Beteiligten sehr anstrengende und aufreibende Übungen am Nachmittag helfen nicht. Sie belasten das gesamte Familienleben, erzeugen meist nur weitere Misserfolge und ziehen das Kind immer tiefer in einen Teufelskreis hinein.

Grundlage der Lerntherapie ist die qualitative Diagnostik, bei der auch richtig gelöste Aufgaben hinterfragt werden. Denn auch ein richtiges Ergebnis kann auf einer falschen Rechenstrategie basieren. Ziel der Lerntherapie ist es, diese falsche Strategie zu erkennen und zu korrigieren. Dadurch wird der Aufbau der mathematischen Kompetenz behutsam und kleinschrittig erarbeitet. So erzielt das Kind schnell erste kleine Erfolge und traut sich wieder mehr zu. Die Stärkung des Selbstvertrauens steigert die Lernmotivation und die Lernfreude.

26. April, 19.00 Uhr
Vortrag
Heimlich zählend durch die Grundschulzeit- Rechenschwäche und Dyskalkulie erkennen und helfen
2. Mai, 19.30 Uhr
LEGI-Elternforum
Thema: LRS und Legasthenie, Rechenschwäche und Dyskalkulie
31. August
Hilfe bei Wahrnehmungsstörungen
Nächster Diagnostiktermin des Bremer BlickLabors in Uelzen